Verhaltensregeln zu Corona

Verhaltensregeln zu Corona

Stop Coronavirus

Haben Sie grippeähnliche Symptome z.B. Kopfschmerzen, Fieber, Husten, Atemnot?

Hatten Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem COVID-19 (Coronavirus) Erkrankten oder waren Sie in einem Risikogebiet?

Dann betreten Sie diese Praxis bitte nicht!

Bitte melden Sie sich in diesem Fall bei uns telefonisch von zu Hause aus – wir besprechen dann die notwendigen Maßnahmen.

Alternativ können Sie sich auch beim örtlichen Gesundheitsamt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 melden.

AHA-Regel „Abstand halten!“

Patienteninformation (Sucht)

Patienteninformation (Sucht)

Sie wollen sich wegen eines problematischen Umgangs mit Alkohol, Tabletten oder Drogen, vielleicht auch wegen pathologischen Spielens oder wegen Essstörungen beraten lassen?

Die Tagesklinik an der Sternbrücke bietet Ihnen dafür nach Terminvergabe

montags bis donnerstags in der Zeit von
11.00 – 12.00 Uhr und von 14.00 – 15.00 Uhr
oder nach individueller Vereinbarung

ein ausführliches Beratungsgespräch an. In der Regel können Sie mit einem erfahrenen Suchttherapeuten sprechen.

Nach dem Beratungsgespräch werden Sie einem Arzt vorgestellt, der Ihnen eine erste diagnostische Einschätzung gibt und mit Ihnen das weitere therapeutische Vorgehen plant.

Sollten Sie lediglich einen riskanten Umgang mit Suchtmitteln haben, ist keine Suchttherapie erforderlich. Sie könnten allein durch Regulierung Ihres Konsumverhaltens Ihre Situation verbessern.

Wenn bereits eine Abhängigkeit vorliegt, ist zu entscheiden, auf welche Weise Sie Abstand vom Suchtmittel bekommen. 60 bis 80 % unserer Patienten „entgiften“ wir ambulant, die anderen benötigen zur Entgiftung eine Behandlung in einer spezialisierten stationären Einrichtung.

Die ambulante Entgiftung wird bei uns durchgeführt, Sie bekommen Medikamente, die Ihnen bei der Überwindung der Entzugserscheinungen helfen. Weiterhin nehmen Sie täglich von 9.00 – 10.30 Uhr an einer Entgiftungs- und Motivationsgruppe teil. In dieser Gruppe, die medizinisch und suchttherapeutisch geleitet wird, lernen Sie Menschen kennen, die nicht nur das gleiche Problem haben, viele können Ihnen auch aus eigener Erfahrung sagen, wie Sie die ersten Tage ohne das Suchtmittel überstehen können. Im Regelfall werden Sie bereits während der Entgiftungsphase krankgeschrieben.

Im Laufe der Entgiftungsbehandlung, aber auch nach Entlassung aus der „stationären Entgiftung“, besprechen wir mit Ihnen, ob für Sie eine weiterführende 4- oder 6-wöchige tagesklinische Behandlung geeignet ist. Wir vereinbaren mit 80 % unserer Patienten eine tagesklinische Behandlung.

Vor Beginn dieser Behandlung müssen wir die Kostenübernahmeerklärung Ihrer Krankenkasse einholen. Dazu benötigen wir Ihre Versicherungskarte (Chipkarte) Ihrer Krankenkasse. Die Krankenkassen bewilligen oft kurzfristig eine tagesklinische Behandlung. Es kommt aber auch vor, dass die Bewilligung von einer Untersuchung beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) abhängig gemacht wird.

Sobald die Kostenzusage durch Ihre Krankenkasse vorliegt, beginnt nahtlos die 4- oder 6-wöchige tagesklinische Behandlung. Das Programm der Tagesklinik beginnt morgens um 9.00 Uhr und endet am Nachmittag, spätestens 15.00 Uhr. Über den therapeutischen Ablauf informiert Sie ein Stundenplan. Zu den körperorientierten Therapiemaßnahmen sollten Sie lockere Bekleidung oder Sportbekleidung mitbringen.

An den Wochenenden (Sa / So) findet keine Therapie statt. Für Notsituationen steht der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst zur Verfügung. Sie werden für die Behandlung in der Tagesklinik so ausgewählt, dass eine Notbehandlung an den Wochenenden nur ausnahmsweise notwendig ist.

Nach Abschluss der tagesklinischen Behandlung empfehlen wir Ihnen dringend, unserer stabilisierenden Gruppenangebote wahrzunehmen, um die erreichte Abstinenz, aber auch Einstellungsänderungen zu erhalten und die begonnenen positiven Veränderungsprozesse fortzusetzen.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Ihre Chance, das Suchtproblem zu bewältigen, gut ist und sich mit der Dauer der ambulanten Nachbehandlung bzw. ggf. Reha – Nachsorge weiter erhöht. Wir empfehlen Ihnen dafür nicht nur die Gruppenangebote der Tagesklinik an der Sternbrücke, sondern auch Gruppenangebote von Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen. Sie sollten eine dieser wöchentlich stattfindenden Gruppensitzungen mindestens ein Jahr lang regelmäßig besuchen.

Unsere Gruppensitzungen finden Dienstag bzw. Donnerstag nach der Arbeitszeit statt, Beginn jeweils 16.00 und 18.00 Uhr, Dauer 1 1/2 Stunden.

Durch Ihr Suchtproblem sind auch Ihre Angehörigen in Schwierigkeiten geraten. Sie sind oft unsicher, wie sie sich Ihnen gegenüber verhalten sollen und auf welche Weise sie Ihren Veränderungsprozess unterstützen können. Aus diesen Gründen ist es uns wichtig, bereits am Anfang Kontakt zu Ihren Angehörigen zu bekommen. Selbstverständlich unterliegen alle Informationen, die Sie uns geben – auch Ihren Angehörigen gegenüber – der Schweigepflicht.

Einmal in der Woche (donnerstags 17.30 – 19.00 Uhr) können Ihre Angehörigen eine Angehörigengruppe besuchen. Sie selbst haben die Möglichkeit, an einzelnen Sitzungen dieser Angehörigengruppe teilzunehmen.

Das Team der Tagesklinik unterstützt Sie auch außerhalb des regulären Therapieprogramms bei der Lösung von Problemen mit Arbeitgebern, Behörden und anderen Institutionen.
Es gibt Suchtkranke, für die die Tagesklinik nicht die geeignete Behandlungsmethode ist, z. B. wenn es notwendig ist, Abstand von einem krankmachenden sozialen Umfeld zu gewinnen, oder wenn aus anderen Gründen eine intensivere stationäre Unterstützung erforderlich ist. In solchen Fällen vermitteln wir Sie in geeignete Einrichtungen.

Es ist keine Schande suchtkrank zu sein, es ist nur eine Schande, nichts dagegen zu tun.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Erfolg beim Start in unserem Therapieprogramm.

Ihr Team der Tagesklinik an der Sternbrücke

Modellprojekt

Modellprojekt

Neben der tagesklinischen Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen behandeln wir seit 2019 auch Depressionen und Angsterkrankungen im tagesklinischen Setting.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der AOK Sachsen-Anhalt und dem Hausärztenetzwerk der KV Sachsen-Anhalt entwickelt.

Inzwischen gibt es auch eine Zusammenarbeit mit der Barmer, der Bundeswehr und den Privaten Krankenversicherungen.

Die Patienten werden von Hausärzten, niedergelassenen Psychiatern, Psychotherapeuten und psychotherapeutischen Ausbildungsinstituten überwiesen. Die Auswertung der ersten 60 Patienten aus dem Programm hat folgendes ergeben:

Nur ein Patient hat die tagesklinische Behandlung abgebrochen. 50 Prozent der Patienten kommen nach der Therapie nahtlos zu den wöchentlich stattfindenden Gruppensitzungen/Nachsorge, um den Behandlungserfolg zu stabilisieren.

Unser Programm beinhaltet die Module Psychoedukation (4mal wöchentlich stattfindende Gruppensitzungen), tagesklinische Behandlung (30 Therapieeinheiten in sechs Wochen) und anschließend 12mal wöchentlich stattfindende ambulante Gruppentherapie zur weiteren Stabilisierung.

Im Einverständnis mit der Krankenkasse besteht die Möglichkeit, Patienten nur die Module Psychoedukation und wöchentliche Gruppensitzungen anzubieten.

50 Prozent der Patienten wurden vom Hausarzt, ca. 25 Prozent von Psychiatern und Psychotherapeuten überwiesen.

Diese Versorgung möchten wir zukünftig auch Versicherten weiterer Krankenkassen anbieten und unsere, seit vielen Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit bei der ambulanten und tagesklinischen Versorgung von abhängig Erkrankten erweitern. Dazu laufen derzeit Gespräche.